Nächstes Projekt: PV-Anlage

Der Gedanke, einen Teils unseres Stroms selbst zu produzieren, begleitet mich schon eine Weile. Spätestens seit ich bei einigen Freunden und Bekannten gesehen habe, wie viel da zum Teil tatsächlich runterkommt. Da wir unsicher waren, was für Kosten beim Hausbau noch auf uns zukommen würden, haben wir uns ersteinmal entschieden, auf die PV-Anlage zu verzichten, aber schon mal alles so vorbereiten zu lassen, dass wir später möglichst reibungslos mit dem Projekt starten können. Konkret heißt das, dass wir bei FingerHaus die PV-Vorbereitung bestellt haben. Das sind gut 400 Euro für zwei 50er Leerrohre vom Dachboden in den Hauswirtschaftsraum. Außerdem haben wir die Südseite unseres Dachs so geplant, dass dort nichts drauf ist. Kein Lüftungsrohrauslass, keine Schüssel, kein Fenster und auch kein Schneefang. So ist die komplette Seite frei für spätere PV-Module.

Insgesamt ist die Ausrichtung unseres Daches für dieses Projekt auch ganz gut aufgestellt. Es steht perfekt auf der Nord-Süd-Achse und hat mit einer Neigung von 25º zwar nicht den perfekten Winkel, aber doch einen ganz ordentlichen, wie ich später lernen sollte.

Nun ging es also erstmal darum herauszufinden, was wir wirklich wollen, mit wie viel Strom wir rechnen können und was wir dafür ausgeben wollen. So habe ich neben meinen eigenen Recherchen auch direkt damit begonnen, mit Elektrikern zu sprechen und Angebote einzuholen.

Da waren teilweise ganz unterschiedliche Aussagen dabei. Bei der Frage nach dem Batteriespeicher gingen die Meinungen stark auseinander. Da waren zum einen die Leute, die gesagt haben, dass man unbedingt einen braucht und die ganze PV-Anlage ja sonst nur wenig Sinn macht und die, die davon gar nichts hielten, weil “die Technik noch nicht so weit ist” oder sich “das nie rentiert, bei den Anschaffungskosten”. Witzig fand ich auch den einen Kollegen, der unbedingt auch die Nordseite mit Modulen vollmachen wollte, weil man dadurch ja noch viel mehr Strom verkaufen kann, auch wenn die zweite Seite sicher nicht so ergiebig ist, wie die erste.

Um diese ganzen Informationen irgendwie in eine vergleichbare Form zu bringen, habe ich dann angefangen, mir in einer Tabelle alle Angebote runterzubrechen. Bei den PV-Anlagen selbst habe ich mir den Preis pro kWp und bei den Akkus den Preis pro kWh ermittelt. Zusammen mit unserem Verbrauch und einer Schätzung darüber, wie viel wir mit der jeweiligen Anlage produzieren und selbst verbrauchen bzw. verkaufen werden, konnte ich mir dann ausrechnen, ab wann sich die Anlage rentiert und mit wie viel Gewinn nach 20 Jahren zu rechnen ist. Damit hatte ich dann eine gute Grundlage, um eine Entscheidung zu treffen.

Leistung (kWp)Batterie-kapazität (kWh)Preis/kWhGesch. Jahres-ertrag (kWh)BEP (Jahre)Gewinn nach 20 Jahren
A8,066,51171,837.25411,67.931,97
B9,9n/a1100,568.91010,167.047,90
C63,31658,995.40013,923.760,47
D9,7510,21435,908.77514,026.948,40
E24,5n/a951,0220.00011,5615.013,40
F9,74n/a1088,858.761,510,018.576,10
G9,9n/a1156,578.91010,687.993,40
H9,756,51175,268.77511,888.655,91
I*9,75n/a1175,268.77510,816.241,61
* I ist dasselbe Angebot wie H, nur ohne Batteriespeicher

(Die Tabelle ist zusammengekürzt auf die wichtigsten Informationen. Wer sich für die komplette Auswertung interessiert, kann mir gerne eine E-Mail schreiben.)

Was in der Tabelle fehlt ist die zu erwartende Steigerung des Strompreises über die nächsten 20 Jahre. Da das die Zahlen aber nur zu unseren Gunsten verändern würde, hielt ich diese Ungenauigkeit für verschmerzbar. Wir verbrauchen in unserem 3-Personen-Haushalt und mit unserer Wärmepumpe etwas unter 7000 kWh pro Jahr.

Letztendlich ist es nun Angebot I geworden. Auch wenn das nicht den besten Preis-pro-kWh und auch nicht den besten Ertrag hat, fühlen wir uns mit diesem Angebot insgesamt am wohlsten. Das ist jemand, der hier im Dorf bereits einige Anlagen installiert hat und bei dem die Leute insgesamt ganz zufrieden sind.

Aufgrund der Anschaffungskosten haben wir uns erstmal gegen den Batteriespeicher entschieden. Wir haben aber jeder Zeit die Möglichkeit, einen nachzurüsten. Was ich grundsätzlich auch gerne möchte, wenn ich sehe, dass der 6,5-kWh-Akku des Nachbarn fast jeden Morgen gegen 9 Uhr schon wieder voll und bereit für den Abend ist.

Laut der Aussage, des Elektrikers, wird es damit nun auch schon in Kürze losgehen. Ich werde berichten.

Pflasterarbeiten in der Garage

Wir konnten uns endlich aufraffen, die Garage zu pflastern. Alles in Allem habe ich gut drei Tage dafür gebraucht. Ein Freund hat mir geholfen.

Am ersten Tag ging es nur darum, den Mineralbetonuntergrund zu begradigen und zu verdichten. Da lagen wir gut in der Zeit und konnten noch die ersten Karren Splitt einbringen. Wir haben es sogar noch geschafft, den Splitt schrittweise von hinten her glatt zu ziehen. Dafür habe ich mir vier meterlange Rohre aus dem Installationsbereich des lokalen Baumarktes geholt und diese im Splitt so ausgerichtet, dass sie schon die richtige Höhe hatten. Durch unser zu großes Fundament hatte ich eine gute Auflagefläche für die Schnur, von der ich dann runterlesen konnte. Mit einer langen Richtlatte konnte ich dann den Splitt über die Rohre einfach glattziehen. Als dann der erste Meter schön Eben war, haben wir damit begonnen, die Pflastersteine darauf zu platzieren. Nach den ersten vier Reihen war dann aber Schluss.

Am nächsten Tag haben wir dann den Rest der Garage nach diesem Verfahren fertiggestellt. Dabei haben wir allerdings die letzten Steine, die noch zugeschnitten werden müssen, erstmal ausgelassen.

Für diese Steine habe ich am nächsten Morgen eine Steinsäge geholt. Das Einschneiden der ganzen übergebliebenen Lücken hat deutlich länger gedauert, als erwartet. So haben wir fast den ganzen dritten Tag damit zugebracht, Steine zu stutzen. Das Einrütteln mit Rüttelplatte und Gummimatte ging dafür erstaunlich schnell. Und das hat noch mal einen gewaltigen unterschied gemacht. Vorher wirkten die Steine schon relativ ungleichmäßig verteilt. Nach dem Einrütteln sah das so aus, als hätten wir gewusst, was wir tun.

Die nächsten Tage haben wir dann damit verbracht, die neue Pflasterfläche sukzessive einzusanden. Dabei war das eigentlich gar kein Sand, sondern eher ganz feiner Splitt. Den haben wir deshalb gebraucht, weil die Fläche wasserdurchlässig sein soll. Der Schneematsch im Winter soll ja schnell abfließen und keine größeren Pfützen bilden.

Das hätten wir schon viel eher machen sollen. Der gewonnene Platz durch die insgesamt etwas größere Fläche (wir können ja jetzt das Fundament mitbenutzen) und die Regale, die ich nun aufstellen konnte, ist Gold wert.

Das Dilemma mit der Garage

Eigentlich wollten wir unsere Garage schon vor unserem Haus stehen haben. So, dass man dort schön Material und Werkzeuge und so lagern kann. Jetzt wohnen wir schon über ein Jahr in unserem Haus und die Garage ist noch nicht da. Und es ist auch nicht absehbar, wann sie kommen wird.

Aber von vorne.

Als wir uns entschieden haben, ein Holzhaus zu bauen, kam schnell der Wunsch auf, auch eine Garage in derselben Bauart zu errichten. Einfach überall in die Wand spaxen zu können und dort im Prinzip alles unproblematisch und ohne die unvermeidbaren zusätzlichen Belüftungsöffnungen einer gemauerten Garage befestigen zu können erschien mir in der Garage fast noch sinnvoller als im Haus selbst. So machten wir uns also auf die Suche nach Anbietern, die ein Autoheim in Holzständerbauweise anbieten würden. Die regionale Suche verblieb leider vollkommen erfolglos. Die drei nächsten Zimmereien bauen höchstens mal Carports, aber auf gar keinen Fall ganze Garagen. Also mussten wir unsere Suche erweitern. Internet sei Dank haben wir dann auch relativ schnell eine kleine Liste potenzieller Kandidaten gefunden. Allerdings scheinen das in Deutschland insgesamt auch nicht sehr viele zu sein.

Zunächst sind wir dann bei der Firma systembox Garagen hängen geblieben. Eine einfache Großraumgarage mit 6 × 8 m, einem großen Sektionaltor, einem Fenster und einer Tür für knapp 12.000 € erschien uns unschlagbar. Vielleicht hätten wir hier aber auch schon stutzig werden müssen. Jedenfalls haben wir diese Garage dann so bestellt und so begann die erste längere Wartezeit.

Während dieser Wartezeit haben wir uns um einige vorbereitenende Arbeiten gekümmert. So haben wir zum Beispiel noch neun Meter L-Steine setzen und das Streifen- oder Ringfundament (eine U-Form) erstellen lassen. Die Idee, in die Garage reinzupflastern erschien uns ganz charmant, zumal Schneematsch und Wasser einfach versickern können.

Die erste ungeplante Verzögerung ergab sich dann aus der Tatsache, dass uns eine Garage genehmigt wurde, die wir gar nicht bestellt hatten. Den Bauantrag hat FingerHaus für uns basierend auf den Daten von systembox erstellt. Wir haben den Antrag dann nur noch unterschrieben und weggeschickt. Leider haben wir dabei aber nicht die Maße kontrolliert – diese waren nämlich die der Garage, die FingerHaus selbst im Angebot hatte. Diese unterschied sich nur durch ein paar Zentimeter in alle Richtungen von „unserer“ Garage, aber der erste Bauantrag war damit ungültig. Zum Glück hat FingerHaus das eingesehen und uns einen neuen Bauantrag erstellt. Aber damit waren schon die ersten Wochen vergeudet. Gut, selbst Schuld und ärgerlich, aber kein Beinbruch.

Als es dann auf den Herbst des letzten Jahres zuging und wir noch immer keinen Stelltermin für unsere Garage hatten, habe ich immer öfter versucht telefonisch und per E-Mail eine Auskunft zu bekommen. Anfangs ging unser Berater auch noch hin und wieder ans Telefon, konnte uns da aber nur vertrösten. Irgendwann habe ich dann bei systembox niemanden mehr erreicht. Über ein paar Wochen hinweg nicht. Nach Auskunft vom Anwalt habe ich dann eine Frist zur Stellung der Garage gesetzt. Als diese kommentarlos verstrichen war, habe ich den Vertrag per Einschreiben aufgelöst. Hierauf habe ich dann auch eine Antwort vom Firmeninhaber selbst erhalten, in der er mir bestätigt hatte, dass der Vertrag nichtig wäre. Da wir bei systembox keine Anzahlung leisten mussten, hatten wir hier zum Glück nur Zeit verloren.

Also alles zurück auf Anfang und neue Angebote einholen. Nur, dass wir nun die zusätzliche Herausforderung des bereits fertiggestellten und speziell für die systembox-Garage vorbereiteten Fundaments hatten. Mit diesem Kriterium und dem Preis konnten wir dann aus etwa zehn neuen Angeboten relativ schnell herausfiltern, wer in Frage kommen könnte.

Nach einem ersten Telefonat mit Hr. B., dem Ehemann der Inhaberin der Firma Nordlandgaragen GmbH & Co. KG in Bielefeld, waren wir von seinem Know-how und der exklusiven Bauweise, „die nur seine Firma so in Deutschland anbieten würde“, angetan. Er machte einen äußerst kompetenten Eindruck und sein Produkt schien vielversprechend. Bevor er Nordland hatte, hatte er wohl auch schon eine andere Garagenfirma. (Ohne der Geschichte vorweggreifen zu wollen wäre hier möglicherweise auch wieder ein guter Zeitpunkt gewesen, um stutzig zu werden.) Er meinte, dass das Privatkundengeschäft zwar nicht ihr Kernfeld wäre, da sie hauptsächlich für große Fertighaushersteller produzieren würden, dass er mir aber trotzdem gerne ein Angebot unterbreiten würde.

Ein paar Tage später hatten wir dann ein Angebot für eine Garage auf unserem Fundament, verglichen mit der systembox-Garage mit innenseitiger Beplankung und innenliegender Dachentwässerung, Markentor, -tür und -fenster für knapp 22.000 €. Das waren zwar gut 10.000 € mehr als beim vorigen Anbieter, aber hey, vielleicht ist das die Summe, die es braucht, um nicht pleite zu gehen. Also haben wir mit einem guten Gefühl bei Nordland bestellt und das Warten ging von vorne los, als wir unsere Anzahlung von 30% geleistet hatten. Uns wurde im Oktober gesagt, dass wir mit unserer Garage entweder in der Woche vor Weihnachten oder in Kalenderwoche 2 oder 3 im neuen Jahr rechnen könnten.

Diese Wochen verstrichen ohne eine Auskunft von Hr. B. Auf meine Rückfragen konnte mir zunächst kein Datum genannt werden. Dieses Spiel haben sie dann ein paar Wochen lang durchgezogen. Irgendwann wurde mir dann gesagt, dass es wahrscheinlich KW 12 werden würde. Auch diese Woche verstrich ohne Garage.

Leicht angesäuert und frustriert entschieden wir dann, noch einmal die Sache mit der Fristsetzung zu probieren. In diesem Schrieb habe ich dann auf Empfehlung vom Anwalt auch die direkte Kündigung des Vertrages bei Verstreichen der Frist angekündigt. Laut ihm wäre das in so einem Fall auch gar kein Problem. Natürlich verstrich auch diese Frist ohne jegliche Rückmeldung aus der Stadt, die es gar nicht gibt. Erst ein paar Tage nach Verstreichen der Frist bekam ich eine E-Mail von Fr. B.:

Wir können Ihrem gewünschten Rücktritt vom Vertrag nicht nachkommmen. Wir werden uns jedoch schriftlich bis zum 17.04.2019 unaufgefordert bei Ihnen melden, um das weitere Vorgehen zu erläutern.

Wer möchte raten, wer sich nicht bei mir gemeldet hat? Richtig.

In der Zwischenzeit hat sich aber ein Mitarbeiter einer anderen Firma bei mir gemeldet. (Da der Mitarbeiter mich um Diskretion bat, verzichte ich hier darauf, seinen Namen oder die Firma zu nennen.) Er hat mich darüber informiert, dass er für die Firma arbeitet, die für Nordland die Garagen produziert und dass Nordland scheinbar einige Rechnungen nicht beglichen hat und die Firma daher die Produktionen und Auslieferungen eingestellt hat. Er hatte uns damals für die kommende Woche auf seiner Liste und wollte uns daher darüber informieren, dass wir nicht mit ihm rechnen sollen.

Hr. B. auf dieses Gespräch und die vielen negativen Rezensionen, die in der Zwischenzeit bei Google und Co. aufgetaucht waren, angesprochen, war nicht mehr viel von seiner ehemaligen Professionalität zu spüren. Er meinte, dass ich glauben könne, was ich wolle, und das er nun selbst erstmal mit seinem Anwalt sprechen müsse. Einem anderen Kunden der Firma, der sich während der letzten Wochen bei mir gemeldet hat weil er im selben Boot sitzt, muss er auf die Aufforderung, die Anzahlung zurückzuzahlen, wohl gesagt haben, dass „er sowieso gar nichts bekommt, wenn er morgen Insolvenz anmeldet“.

Hier war ich dann mit meinem Latein am Ende und hatte ehrlich gesagt auch keine Lust mehr, mich mit solchen Leuten selbst auseinanderzusetzen. Wir haben den Fall daraufhin an den Anwalt übergeben und dieser hat noch mal ein Schreiben mit mehr Nachdruck und einer weiteren Frist hingeschickt.

Vor ein paar Tagen habe ich dann erfahren, dass Nordland am 26.04.2019 Insolvenz beantragt hat. Auf Rückfrage beim Insolvenzverwalter wurde mir mitgeteilt, dass Nordland definitiv keine Garage mehr liefern wird und dass der Vertrag nichtig sei. Ob wir jemals was von den etwa 6.500 € aus der Anzahlung wiedersehen oder jemals eine Garage haben werden – es bleibt spannend.

Telekom: Anschluss wurde hergestellt

Nachdem nun gut zehn Monate in Sachen Internetanschluss gar nichts passiert ist wurde Anfang der Woche endlich unser Internetanschluss hergestellt. Also zumindest die Verbindung. Jetzt müssen wir noch auf einen Techniker der Telekom warten, der dann das Glasfasermodem setzt und die Endeinrichtung vornimmt.

Böden

Die letzten Tage haben ich mit ein paar Kumpels damit verbracht unsere Böden zu verlegen. Sieht gleich viel besser aus, als der Estrich! Wir haben uns für einen Vinyl-Boden in der Klick-Variante entschieden. Diesen haben wir im gesamten Haus verlegt, außer den Bädern und dem HWR. Insgesamt war das auch nicht besonders dramatisch. Mir sind allerdings auch schon ein paar Stellen aufgefallen, an denen wir die Böden zu knapp geschnitten haben. Genau kann ich das aber erst sagen, wenn ich aufgehört habe, das Anbringen der Fußleisten vor mir herzuschieben und sie endlich angebracht sind.

Fliesen im HWR

Habe zum ersten Mal selbst Fliesen verlegt! Das ist sicherlich nicht perfekt geworden, aber für den HWR ist es schon okay.

Malerarbeiten

In den letzten Tagen haben wir das gesamte Haus gestrichen. Dafür haben wir eine gute Woche, in der mein Schwiegervater die meiste Zeit ausgeholfen hat, gebraucht. Nach dem ersten Anstrich mit der Grundierung (StoPrim Plex; wir haben etwas mehr als einen Kanister gebraucht) haben wir noch zwei weitere Anstriche mit der richtigen Farbe gebraucht. Hier haben wir uns für StoSil Struktur Medium entschieden, da wir weder Tapeten haben noch die Wände verputzen lassen wollten. Die Farbe bietet die Optik einer grob struktuiert verputzten Wand. Davon haben wir gut 22 Eimer gebraucht.

Diese Strukturfarbe lässt sich auch verdünnt noch viel schwerer verarbeiten, als alles, was ich bisher in diesem Bereich kennenlernen konnte. Für die ersten paar Meter war ich gar nicht sicher, ob die Farbe nicht vielleicht schlecht geworden und nun kaputt ist. Wenn man sie einigermaßen gut verdünnt und eine ordentliche Rolle nimmt, funktioniert das allerdings auch irgendwann ganz okay. Wir haben auch versucht, die Farbe mittels Farbsprühsystem zu verteilen, aber das hat mit dem ausgeliehenen Gerät leider gar nicht geklappt. Dafür war die Masse viel zu dick.

Ich hoffe, dass ich so schnell nicht wieder streichen muss.

Baufortschritt

So, nachdem gerade ein wenig Luft ist, möchte ich hier kurz die Arbeiten der letzten Wochen zusammenfassen.

Nach der Aufstellung Anfang Dezember war der erste Job ersteinmal die Installation unserer zusätzlichen Leitungen. Das haben wir mit ein paar Freunden zusammen direkt am ersten Wochenende gemacht. Dabei haben wir einige Netzwerkleitungen in alle Räume bis auf das Bad und das WC im EG gezogen. Zwei zusätzliche Leitungen habe ich mir gleich in die Decken von Flur und Büro oben gelegt, um hier WLAN-Access-Points zu installieren. In einer Last-Minute-Aktion haben wir uns dann doch noch entschieden, zusätzlich auch SAT-Kabel zu ziehen. Eigentlich wollte ich darauf verzichten und alles über Ethernet abbilden, aber einige Freunde rieten mir dann doch davon ab. Da die Decken eh noch offen und wir ohnehin gerade beim Ziehen der Leitungen waren, war das auch kein großes Problem.

Zusätzlich zu den Datenleitungen haben wir ein paar der von Schilling installierten Stromleitungen erweitert. Im Wohnzimmer, in der Küche, in WC und Bad und in den Fluren möchten wir gerne Spots installieren. An manchen Stellen konnten wir sogar einfach das schon vorhandene Kabel so umlegen, dass es für die Spots ebenfalls reichen wird. Die Kabellängen sind generell sehr großzügig bemessen gewesen.

In der Woche drauf kam dann der Stelltrupp wieder auf die Baustelle und hat alle Decken verschlossen, das Dach gedeckt, die Bauchbinde angebracht und die Regenrinnen montiert. Anschließend wurde der Boden isoliert, die Fußbodenheizung verlegt und die Heizungsanlage angeschlossen und in Betrieb genommen. Für den Estrich hat es dann im Dezember leider nicht mehr gereicht.

Nach dem wohlverdienten Winterurlaub ging es Anfang Januar dann aber auch direkt mit dem Estrich weiter. Dieser trocknet nun seit gut drei Wochen. Als wir nach vier Tagen zum ersten mal ins Haus konnten, hatte sich an den Fenstern gut 4 – 5 Liter Kondensat gebildet. Seit dem fahren wir nun jeden Tag drei Mal zum Stoßlüften hin. Mittlerweile hat sich das mit der Feuchtigkeit aber gut gelegt. Die Heizung läuft aktuell und für noch 9 Tage auf 45ºC und kühlt dann über einen Zeitraum von 10 Tagen wieder auf 25ºC runter.

Am vergangenen Wochenende habe ich den Estrich bereits abgeschliffen und heute haben die Spachtelarbeiten begonnen. Ab dem kommenden Wochenende werden wir dann mit den Malerarbeiten beginnen. Das Material dafür haben wir auch schon hier.

Zwischenzeitlich beschäftige ich mich immer mal wieder mit Themen wie openHAB, HomeMatic und Co. Aktuell versuche ich herauszufinden, welche LED-Spots und welche Dimmer wohl am besten zusammenspielen und sich auch für Smart-Home-Ambitionen verwenden lassen.