Böden

Die letzten Tage haben ich mit ein paar Kumpels damit verbracht unsere Böden zu verlegen. Sieht gleich viel besser aus, als der Estrich! Wir haben uns für einen Vinyl-Boden in der Klick-Variante entschieden. Diesen haben wir im gesamten Haus verlegt, außer den Bädern und dem HWR. Insgesamt war das auch nicht besonders dramatisch. Mir sind allerdings auch schon ein paar Stellen aufgefallen, an denen wir die Böden zu knapp geschnitten haben. Genau kann ich das aber erst sagen, wenn ich aufgehört habe, das Anbringen der Fußleisten vor mir herzuschieben und sie endlich angebracht sind.

Fliesen im HWR

Habe zum ersten Mal selbst Fliesen verlegt! Das ist sicherlich nicht perfekt geworden, aber für den HWR ist es schon okay.

Malerarbeiten

In den letzten Tagen haben wir das gesamte Haus gestrichen. Dafür haben wir eine gute Woche, in der mein Schwiegervater die meiste Zeit ausgeholfen hat, gebraucht. Nach dem ersten Anstrich mit der Grundierung (StoPrim Plex; wir haben etwas mehr als einen Kanister gebraucht) haben wir noch zwei weitere Anstriche mit der richtigen Farbe gebraucht. Hier haben wir uns für StoSil Struktur Medium entschieden, da wir weder Tapeten haben noch die Wände verputzen lassen wollten. Die Farbe bietet die Optik einer grob struktuiert verputzten Wand. Davon haben wir gut 22 Eimer gebraucht.

Diese Strukturfarbe lässt sich auch verdünnt noch viel schwerer verarbeiten, als alles, was ich bisher in diesem Bereich kennenlernen konnte. Für die ersten paar Meter war ich gar nicht sicher, ob die Farbe nicht vielleicht schlecht geworden und nun kaputt ist. Wenn man sie einigermaßen gut verdünnt und eine ordentliche Rolle nimmt, funktioniert das allerdings auch irgendwann ganz okay. Wir haben auch versucht, die Farbe mittels Farbsprühsystem zu verteilen, aber das hat mit dem ausgeliehenen Gerät leider gar nicht geklappt. Dafür war die Masse viel zu dick.

Ich hoffe, dass ich so schnell nicht wieder streichen muss.

Baufortschritt

So, nachdem gerade ein wenig Luft ist, möchte ich hier kurz die Arbeiten der letzten Wochen zusammenfassen.

Nach der Aufstellung Anfang Dezember war der erste Job ersteinmal die Installation unserer zusätzlichen Leitungen. Das haben wir mit ein paar Freunden zusammen direkt am ersten Wochenende gemacht. Dabei haben wir einige Netzwerkleitungen in alle Räume bis auf das Bad und das WC im EG gezogen. Zwei zusätzliche Leitungen habe ich mir gleich in die Decken von Flur und Büro oben gelegt, um hier WLAN-Access-Points zu installieren. In einer Last-Minute-Aktion haben wir uns dann doch noch entschieden, zusätzlich auch SAT-Kabel zu ziehen. Eigentlich wollte ich darauf verzichten und alles über Ethernet abbilden, aber einige Freunde rieten mir dann doch davon ab. Da die Decken eh noch offen und wir ohnehin gerade beim Ziehen der Leitungen waren, war das auch kein großes Problem.

Zusätzlich zu den Datenleitungen haben wir ein paar der von Schilling installierten Stromleitungen erweitert. Im Wohnzimmer, in der Küche, in WC und Bad und in den Fluren möchten wir gerne Spots installieren. An manchen Stellen konnten wir sogar einfach das schon vorhandene Kabel so umlegen, dass es für die Spots ebenfalls reichen wird. Die Kabellängen sind generell sehr großzügig bemessen gewesen.

In der Woche drauf kam dann der Stelltrupp wieder auf die Baustelle und hat alle Decken verschlossen, das Dach gedeckt, die Bauchbinde angebracht und die Regenrinnen montiert. Anschließend wurde der Boden isoliert, die Fußbodenheizung verlegt und die Heizungsanlage angeschlossen und in Betrieb genommen. Für den Estrich hat es dann im Dezember leider nicht mehr gereicht.

Nach dem wohlverdienten Winterurlaub ging es Anfang Januar dann aber auch direkt mit dem Estrich weiter. Dieser trocknet nun seit gut drei Wochen. Als wir nach vier Tagen zum ersten mal ins Haus konnten, hatte sich an den Fenstern gut 4 – 5 Liter Kondensat gebildet. Seit dem fahren wir nun jeden Tag drei Mal zum Stoßlüften hin. Mittlerweile hat sich das mit der Feuchtigkeit aber gut gelegt. Die Heizung läuft aktuell und für noch 9 Tage auf 45ºC und kühlt dann über einen Zeitraum von 10 Tagen wieder auf 25ºC runter.

Am vergangenen Wochenende habe ich den Estrich bereits abgeschliffen und heute haben die Spachtelarbeiten begonnen. Ab dem kommenden Wochenende werden wir dann mit den Malerarbeiten beginnen. Das Material dafür haben wir auch schon hier.

Zwischenzeitlich beschäftige ich mich immer mal wieder mit Themen wie openHAB, HomeMatic und Co. Aktuell versuche ich herauszufinden, welche LED-Spots und welche Dimmer wohl am besten zusammenspielen und sich auch für Smart-Home-Ambitionen verwenden lassen.

Wir wären dann soweit

Die Bodenplatte ist fertig, die Leerrohre für die Telekom und die Stromleitung sind vergraben, die ersten zukünftigen Nachbarn begrüßt und die Zisterne vergraben. Soweit, so gut. Jetzt kann das Haus gerne kommen. Aktuell vermuten wir, dass es der 7.12. wird, aber genaueres sollten wir im Laufe der nächsten Tage erfahren.

Erdarbeiten abgeschlossen

Etwa 700 Tonnen Mineralbeton später sind die Erdarbeiten abgeschlossen, der Ringerder eingebracht, der Wasseranschluss gelegt, das Schnurgerüst vorbereitet und das Klohäuschen aufgestellt. Montag kommt der Baustrom und Dienstag kommt die Bodenplatte.

Telekom, Wasser, Strom und der Mediengraben

In der letzten Woche habe ich mich mit dem Thema Mediengraben auseinandergesetzt. Ich wollte vermeiden, dass im blödesten Fall Telekom, Wasserwerk und Energieversorger drei einzelne Mediengräben ziehen lassen und wir diese Arbeiten dann dreifach ausführen und bezahlen müssen.

Dafür hat es sich gelohnt, dass ich alle drei Parteien einmal abtelefoniert habe. Quintessenz dieser Gespräche ist es, dass wir uns nun selbst um den Aushub des Mediengrabens kümmern. Dabei werden wir lediglich darauf achten, dass der Graben nicht nur 40 cm sondern vermutlich eher 100 cm breit sein wird. Anschließend lassen wir die Wasserleitung auf einer Seite des Grabens legen und ihn anschließend mit der etwa 20 cm starken Sandschicht verfüllen. Danach können die Leerrohre für die beiden anderen Leitungen auf der anderen Seite des Grabens gelegt werden. Anschließend wird der Rest verfüllt.

So haben wir jeder Zeit die Möglichkeit zur Wasserleitung herunter zu buddeln, ohne Gefahr zu laufen, die Telekom- oder Stromleitung zu beschädigen.

Ich wollte das ganze eigentlich direkt stufig ausheben lassen, aber davon rieten mir zwei der Gewerke aufgrund der Gefahr des Nachrutschens ab. Ich werde dies nun noch einmal mit dem Tiefbauer auf der Baustelle besprechen, wenn es soweit ist. Das wird wahrscheinlich in der KW 40 sein.

Bemusterung

Dienstag und Mittwoch waren wir zu Gast bei FingerHaus in Frankenberg. Wider erwarten durch einige Erfahrungsbrichte im Forum haben wir diese zwei Tage für unsere Bemusterung auch voll ausgereizt.

Das Protokoll haben wir noch nicht erhalten, aber es sind doch einige Änderungen zustande gekommen. Hier eine Liste mit den wichtigsten Punkten:

  • Die Aufteilung des Bads haben wir noch einmal großzügig verändert. Nun haben wir deutlich mehr Platz und keine Engstellen zwischen Waschtisch und WC-Wand bzw. Badewanne mehr. In der Dusche gibt es nun so eine kleine Nische für das Duschgel.
  • Für die 12 größten Fenster haben wir elektrische Rolladen aufbemustert. Wir haben uns hier für die kabelgebundene Variante entschieden. Eine kurze Recherche ergab sehr vielversprechende Möglichkeiten für die Integration mittels HomeMatic und Co. Damit werde ich mich in den nächsten Wochen noch einmal genauer auseinandersetzen. Hierfür lassen wir an den Schaltern schon mal vorsorglich etwas tiefere Hohlwanddosen setzen.
  • Wir nehmen die Weichwasseranlage nun doch direkt von FingerHaus. Wir hatten überlegt, diese selbst einzubauen, da dies im ersten Moment etwas günstiger wirkte. Da es sich bei FH allerdings um ein Komplettpaket mit Montage und Rohrverlegung handelt, sind wir von dem initialen Plan noch einmal abgewichen.
  • Wir haben uns für zwei Farben für Fenster und Haustür entschieden. Diese werden nun innen in Weiß und außen in Anthrazit ausgeführt.
  • Unsere Steckdosen und Lichtschalter werden als Gira Standard 55 ausgeführt. Diese waren bei unserem letzten Besuch in Frankenberg noch Teil des Standards, sind heute aber nur noch gegen Aufpreis (etwa 2 Euro pro Element) zu haben.
  • Die Treppe haben wir auch noch einmal angepasst und uns für eine Kombination aus dunklen Wangen, Handlauf und Pfosten und hellen Trittstufen entschieden. Außerdem haben wir die Stäbe der Buchetreppe auf die Edelstahlausführung aufbemustert.
  • Wegen des Kamins waren wir lange Zeit sehr unentschlossen. Zum einen haben wir überlegt, darauf zu verzichten, weil er doch relativ viel Platz einnimmt und die Hitze laut einigen Erfahrungsberichten doch schnell unangenehm werden kann, zum anderen wollte man natürlich ein Stück Unabhängigkeit durch die Feuerstelle wahren. Letztendlich ist er nun doch rausgeflogen.

Alles in allem landen wir so bei einem Mehrpreis von etwa 2.300 Euro. Damit sind wir sehr zufrieden. Wir konnten ohne signifikante Kompromisse in den meisten Bereichen ein für uns zufriedenstellendes und teilweise sogar sehr erfreuliches Ergebnis erzielen.